Nasirus V2 ist da: Was die neue Version bringt
Bücher, Zeitschriften, Artikel und Buchkapitel jetzt in einem System. Die wichtigsten Neuerungen der Version im Überblick.
Die zweite Hauptversion von Nasirus ist da. Wenn man V2 in einem Satz beschreiben soll: unsere bislang umfassendste Version — sie bündelt das Tagesgeschäft eines Verlags, vom Einreichungstisch bis zum Buchungsjournal, unter einem Dach.
Dieser Beitrag ist keine abgearbeitete Feature-Liste, sondern ein Abriss darüber, welche Probleme wir bei der Vorbereitung der Version im Blick hatten und was sich geändert hat. Zu jedem Thema, das Sie genauer interessiert, bietet die Seite Module eine technischere Übersicht.
Vier Werktypen, ein System
Das Rückgrat von V2 beruht auf einer Entscheidung: Buch, Zeitschrift, Artikel und Sammelbandkapitel sind nicht die Sache getrennter Programme, sondern vier Gesichter desselben Systems. Alle vier werden unter derselben Identität verwaltet; jede Station, die ein Werk von der Einreichung bis zum Verkauf durchläuft, erscheint auf einer einzigen Zeitleiste.
Praktisch heißt das: Ein Redakteur schaut morgens nicht “hier ins Zeitschriftenprogramm, dort in die Buchdateien, drüben in die Verkaufszahlen”. Welche Aufgabe bei wem liegt und wie lange sie schon wartet, steht in einer einzigen Liste. Werkzeuge wechseln, Tabellen von Hand abgleichen, E-Mail-Anhänge nach der “letzten Fassung” durchwühlen — das sind in V2 keine Arbeitsschritte mehr.
Die wichtigsten Neuerungen
Formulare werden im Panel gestaltet. Einreichungs- und Begutachtungsformulare erstellt die Institution jetzt im eigenen Verwaltungsbereich. Pflichtfelder, bedingte Fragen, unterschiedliche Formulare je Werktyp — alles Konfiguration, keine Codeänderung. Auch ein bereits veröffentlichtes Formular lässt sich gefahrlos aktualisieren: Laufende Einreichungen leben mit ihrer eigenen Formularversion weiter, keine Eingabe geht verloren.
Externe Begutachtung funktioniert ohne Konto. Um jemanden außerhalb Ihres Gutachterpools um ein Gutachten zu bitten, müssen Sie dieser Person nicht mehr sagen: “Registrieren Sie sich erst.” Der externe Gutachter sieht das Manuskript über einen persönlichen sicheren Link, schreibt sein Gutachten, fertig. Keine Registrierungshürde; volle Nachvollziehbarkeit.
Dokumente entstehen aus den Vorlagen der Institution. Annahmeschreiben, Ablehnungen, Verlagsverträge und Quittungen werden automatisch aus den hauseigenen Word-Vorlagen befüllt und in PDF umgewandelt. Jedes erzeugte Dokument trägt einen QR-Code; die Echtheit lässt sich über eine öffentliche Verifikationsseite in Sekunden bestätigen.
Die Storefront wurde erneuert. Das veröffentlichte Werk geht im Shop unter der eigenen Domain der Institution in den Verkauf: gedruckt, digital oder beides zusammen. Gastbestellung, digitale Bibliothek, kostenfreie Bereitstellung von Open-Access-Titeln und suchmaschinenfreundliche mehrsprachige Seiten sind mit dieser Version dazugekommen. Zur Wahl stehen drei fertige Themes; Logo, Farben und Menüs werden im Panel verwaltet.
Verkauf und Buchhaltung Hand in Hand. Wird eine Bestellung bezahlt, finden Rechnung, Buchungseintrag, Bestandsabgang und das Autorenhonorar von selbst ihren Platz; niemand trägt denselben Verkauf von Hand an vier Stellen ein. Auch Retouren schließen in derselben Ordnung.
Unveränderte Prinzipien
In V2 gibt es neben dem, was wir hinzugefügt haben, auch das, was wir bewusst nicht angerührt haben.
Entscheidungen bleiben beim Menschen. Das System bereitet das Annahmeschreiben vor, aber die Entscheidung “angenommen” trifft der Redakteur; es bereitet den Druckauftrag vor, aber die Druckfreigabe erteilt die Institution. Aufgabe der Automatisierung ist nicht, zu entscheiden, sondern die Fleißarbeit rund um die Entscheidung zu beseitigen.
Doppelblindes Peer Review steht in der Obhut des Systems. Dass Gutachter- und Autorenidentität voreinander verborgen bleiben, ist keine Höflichkeit, die der Aufmerksamkeit Einzelner überlassen wird, sondern eine Regel, die sich das System zu eigen macht.
Und jeder Schritt wird protokolliert. Wer hat wann welche Entscheidung getroffen — das unveränderbare Audit-Log ist seit V1 ein Grundpfeiler des Produkts; das bleibt auch in V2 so.
Die Geschichte dreier Wünsche aus der Praxis
Die Agenda für V2 haben wir nicht am Schreibtisch aufgestellt, sondern im Feld; drei Beispiele zeigen das gut.
“Wir bekommen für externe Gutachter kein Konto eingerichtet.” Das war zu V1-Zeiten die häufigste Klage: Sie möchten einer geschätzten Fachperson von außerhalb ein Manuskript zur Begutachtung schicken, aber am Schritt “Bitte registrieren Sie sich” bleibt alles hängen. Die kontofreie Begutachtung über einen sicheren Link ist genau aus dieser Klage entstanden.
“Was, wenn uns ein gefälschtes Dokument begegnet?” Gefälschte Annahmeschreiben mit dem Briefkopf einer Institution gehören leider zu den bekannten Übeln der Publikationswelt. Diese Realität war es, die Dokumentensicherheit an die Spitze unserer Agenda gerückt hat: Dank versiegelter Dokumentenerzeugung mit QR-Verifikation und einer öffentlichen Prüfseite lässt sich die Echtheit eines Schreibens in kurzer Zeit bestätigen, ohne bei der Institution anzurufen.
“Die Ausgabe ist erschienen, den Shop haben wir vergessen.” Die von Hand zu erledigenden Schritte des Veröffentlichungsmoments — Archivseite, Artikelstatus, Storefront — sind die Arbeiten, die am leichtesten durchrutschen. In V2 haben wir die Verfolgung dieser Schritte dem System anvertraut; das Vergessen ist kein Arbeitsschritt mehr.
Unser Ohr ist auch heute im Feld: Das beste Feature der nächsten Version wird vermutlich die Lösung für einen Alltagskummer irgendeines Verlags sein.
Umstieg und Inbetriebnahme
Die gesamte Einrichtung übernehmen wir; eine neue Institution ist in kurzer Zeit startklar. Für Institutionen mit V1 läuft der Umstieg geplant und ohne Hast — keine Überraschung nach dem Motto “übers Wochenende ist alles anders”.
Sie müssen auch nicht alle Module vom ersten Tag an aktivieren; wo der Einstieg für Ihr Haus richtig liegt, entscheiden wir gemeinsam.
Für Fragen und Anregungen erreichen Sie uns jederzeit: info@nasirus.com. Wenn Sie das Produkt entlang Ihrer eigenen Prozesse sehen möchten, fragen Sie eine Demo an — in der Demo führen nicht unsere Bildschirme, sondern Ihr Workflow.